Die Motivation vor diesem Heimspiel war gross. Nach den beiden Vollerfolgen im Cup und im letzten Meisterschaftsspiel, wollten wir das positive Momentum mit ins heutige Spiel mitnehmen. Mit dem FC Bassersdorf reiste zwar der Tabellenführer an, doch unsere Devise war klar und unmissverständlich: zu Hause schlagen wir jede Mannschaft, ohne wenn und aber!
Der Trainerstaff konnte trotz zweien kurzfristigen Absagen auf eine starke Mannschaft setzen. Der eine oder andere war noch mit etwas kleinen Augen zum Treffpunkt um 08:45 Uhr erschienen, Anpfiff war 10:00 Uhr. Das Aufwärmen und Einspielen verlief ruhig und konzentriert, so wie wir es jeweils als Matschvorbereitung haben wollen.
Vom Anpfiff weg übernahmen die Widenbad-Jungs das Zepter in die Hand und liessen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. Das Gast Team fand keinen Zugriff und so konnten wir uns abermals in die gefährliche Zone kombinieren. Leider mangelte es im 16er an der Endpräzision, sei es bei den Abschlüssen oder auf Grund übertriebenen Dribblings. Nach zehn Minuten hätte es sehr gut 2:0 für uns heissen können, ja müssen! Und es kam so, wie oft im Fussball zitiert «wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten eingeschenkt». Nach einem fatalen Fehlpass im Spielaufbau, wurde der schlaksige 19er von Bassersdorf, seinerseits Sturmspitze, sogleich steil lanciert. Mauro versuchte noch seinen Fehler auszumerzen, doch der Gast ging, absolut dem Spielverlauf entgegen, mit einem trockenen Flachschuss 1:0 in Führung. Auch der sonst Fehlerfreie Nico konnte nichts ausrichten.
Aufgrund der Dominanz liessen wir uns deshalb nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiterhin nur Richtung Bassersdorf-Tor. Nachdem Captain Jan zuvor zwei «Hochkaräter» vergeben hatte, gelang ihm in der 26. Minute der schon längst fällige Ausgleichstreffer. Selbst in Unterzahl agierend, blieben wir klar die bessere Mannschaft. Nachdem Mauro wieder ins Spielfeld hereingebeten wurde, durfte Jan wieder seine angestammte Position als Spielmacher einnehmen. Kaum da setzte er sich in er ersten von zwei Nachspielminuten mit viel Power durch und markierte mit einem platzierten Schuss das 2:1. Der Zeitpunkt war natürlich perfekt.
Das Trainerduo Pascal und Dario warnte in der Halbzeitansprache davor, einen Gang zurückzuschalten, obwohl wir gefühlt 90% Ballbesitz hatten. Mit anderen Worten: konzentriert bleiben, die Zweikämpfe gewinnen und vorne mehr Effizienz bei den Abschlüssen zeigen. Gesagt getan. Es waren erst drei Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, als Mael sich zum x-ten Mal, im perfekten Zusammenspiel mit Enzo Mabiala (der im Übrigen ein grossartiges Spiel zeigte und JEDEN Zweikampf für sich entschied und sehr gute Pässe nach vorne spielte), auf der rechten Aussenseite durchsetzte und das Spielgerät in die Maschen beförderte. In der 63. resp. 66 Minute erhöhten die Gelb-Schwarzen das Skore auf 5:1, was einer Vorentscheidung gleichkam. Doch leider leistete sich Mael nach einem vom gegnerischen Torwart ausgeteilten Ellbogenschlag, welcher der gut arbitrierende Schiedsrichter nicht sah, einen verbalen Aussetzer, den der Unparteiische hörte, und Mael mit Rot des Feldes verwies. Zwischenbemerkung: hier müssen die Jungs noch etwas cleverer werden. Manchmal muss man die «Faust im Sack machen» und Provokationen der gegnerischen Spieler ignorieren, um sich und die Mannschaft nicht unnötigerweise zu schwächen. Obwohl wir demzufolge die letzten 22 Spielminuten in Unterzahl agieren mussten, blieben wir spielbestimmend. Lediglich eine einzige Chance konnte Bassersdorf für sich beanspruchen. Ein Tor erzielten sie jedoch nicht. Im Gegenteil: der kurz zuvor eingewechselte Poul, erhöhte mit einem Bogenschuss knapp ausserhalb der Strafraumgrenze auf 6:1. Da spielte es auch keine Rolle, dass Kolin einen Elfmeter verschoss, denn kurz darauf erhöhte Enzo Mabiala auf 7:1. Den Schlusspunkt setzte Kolin kurz vor Schluss mit dem Endresultat von 8:1.
Fazit: die Hausherren waren absolut dominant und kamen so, trotz Schockmoment beim Gegentor, zu einem nie gefährdeten Heimsieg. Die ganze Mannschaft zeigte eine sehr gute Leistung, niemand ist dabei abgefallen. Die «Team-Leader» haben ihre Aufgaben als Vorbilder/Antreiber ebenfalls voll erfüllt. Beim Abschluss müssen wir unbedingt noch durchschlagskräftiger und «brutaler» werden, was wir in den Trainings sicherlich noch üben werden. Der einzige Wehrmutstropfen war die «rote Karte» von Mael, der uns leider in den nächsten Spielen schmerzlich fehlen wird.
So gehts weiter: am Mittwoch spielen wir zu Hause die 2. Cuprunde gegen die Promotionsmannschaft vom FC Tössfeld, bevor in einer Woche das Auswärtsspiel in Embrach ansteht. Wünsche Allen ein tolles Wochenende und viel Spass beim Knabenschiessen. Aber am Montag ist trotz Allem wieder Training angesagt …

Pascal Hotz (Trainer Ca)






