JCb: 3:2 Comeback-Sieg nach 0:2-Rückstand im Entscheidungsspiel
Nachdem wir das Topspiel 1. gegen 2. bereits zweimal verschieben mussten, wurde dies nun neu auf Mittwoch 20 Uhr in Bassersdorf als Auswärts- statt bisher Heimspiel angesetzt.
Bedingt optimal, da wir durch Klassenfahrt und Verletzte mit 10 Spielerinnen weniger planen konnten.
Umso mehr gaben wir vor dem Spiel in der Kabine «Alles» 😉
Nach Einimpfung des Matchplans spielten wir im Visualisierungskreis das Lied «Erfolg ist kein Glück», was uns bereits letzte Saison im Meisterschaftsfinale Glück gebracht hat, never change a running system.

(Das Poster war nicht von uns 😉)
Beim Aufwärmen sprang der Funke noch nicht ganz über. Die zahlreichen es sich auf unseren gelben Neonshirts gemütlich machenden Mücken waren deutlich präsenter als der Fokus auf das Entscheidungsspiel. Man spürte, wir sind noch nicht im Spielmodus. So dann sahen wir uns einer körperlich und einstellungsmässig starken Mannschaft gegenüber, die 4 Auswechselspielerinnen mehr aufboten.

Das Gefühl vom Aufwärmen trügte nicht, durch eine unglückliche Abwehraktion sowie ein Handspiel im Strafraum mit nachfolgendem 11-Meter lagen wir nach 20 Minuten bereits 2:0 hinten und spürten, dass wir ein Problem haben, da der Gegner körperlich stark agierte und uns auf allen Positionen unter Druck setzte.
In der 30. Minute konnten wir durch eine gelungene Einzelaktion den Anschlusstreffer erzielen, danach konnten wir die Zeit bis zur Halbzeit stabil halten.
In der Halbzeit war klar, jetzt kommt es darauf an, wer den grösseren Willen hat und den Sieg sowie damit die Meisterschaft «mehr will». Darauf eingeschworen und mit einer Rotation Innenverteidigung/Mittelfeld gingen wir wieder aufs Feld.

Screenshot
Was dann folgte, versteht man nur, wenn man dabei war. Trotz dezimiertem Kader, dadurch bedingt teilweise ganz neuer Positionszuweisungen und dem foulbedingten Ausfall einer unserer zentralen Mittelfeldspielerinnen schafften wir eine vorbildliche Willens- und Kraftleistung in den letzten 45 Minuten. Unter Dauerdruck, ständig intensiven Zweikämpfen und schwindenden Kräften gelang es unseren Spielerinnen trotzdem, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit trotz körperlicher Überlegenheit keinen nennenswert gefährlichen Torschuss abgeben konnte.
Aber wir lagen weiterhin 2:1 auswärts hinten, womit sich unsere Gegnerinnen den Meistertitel gesichert hätten.
So war es wieder eine aus unserem Dauerpressing resultierende Einzelaktion, die uns den Ausgleichstreffer und für den Gegner einen spürbaren Wirkungstreffer bescherte, 2:2 damit wäre die Meisterschaft tabellarisch wieder bei uns.
Bassersdorf gab Alles, deckte unsere offensiven Spielerinnen doppelt, ging weiterhin körperlich intensiv in die Zweikämpfe und hatte eine wirklich sehr gut aufgelegte Torspielerin.
So dann «tankte» sich eine unserer zentralen Mittelfeldspielerinnen mutig und entschlossen durch mehrere Gegenspielerinnen. Dies technisch extrem gewandt aber auch so schnell, dass die Torauslinie neben dem Tor immer näher kam. Alle dachten, der Ball sei verloren, Abstoss für den Gegner.
Aber nicht mir ihr – sie schaffte einen physikalisch unmöglich anmutenden Move aus irrationalem Winkel und lupfte den Ball unhaltbar über die gegnerische Torhüterin in das gegnerische Tor. Es vergingen spürbar 5 Sekunden, bis Zuschauer, Mit- und Gegenspielerinnen dies richtig realisiert haben und die gemeinsame Freude war immens.
So dann hielten wir die letzten 8 Minuten stand, bis die Girls sich absolut verdient und berechtigt nach dem Schlusspfiff feiernd in den Armen lagen bzw. krampfgeplagt auf den Boden fielen. Alle Spielerinnen sind an ihr absolutes Maximum gegangen und haben als Team gewonnen. Ein berührender Moment, den man nicht beschrieben kann, Gänsehaut pur!
Allen Spielerinnen grössten Respekt und Anerkennung für eine multifaktoriell bedingt sehr anspruchsvolle Saison mit gekröntem Ergebnis – Ihr seid weiterhin eine Ausnahmemannschaft, Euer Teamspirit, die Freude am Fussball und auch Eure technischen Entwicklungen dabei sind eine Freude für uns Trainer und wir hoffen, dass wir noch lange in dieser lebendigen Mannschaft zusammen Freude haben werden.

(Auch die während des Spiels verletzte Amélie kam nicht um die Elternwelle herum 😜)
Vielen Dank auch den mitgefahrenen Eltern an diesem späten Auswärtsspiel unter der Woche, nur so haben wir das wetterbedingte Verschiebungsspiel austragen können, sonst hätten wir Fortfait geben müssen und 0:3 verloren sowie diese bleibende gemeinsame Erfahrung verpasst – grossen Dank dafür!
Kommenden Samstag geht’s zum letzten Saisonspiel gegen Furttal und am kommenden Montag feiern wir die eindrucksreiche Saison beim gemeinsamen Burger- und Pasta-Plausch in der Männedorfer Badi am und im See ☀️ 🍔🍝💦
Seid berechtigt stolz auf Euch, wir sind es!
FC Männedorf: Abigail, Alessia, Alva, Amelie M., Amelie S., Annika, Elizabeth, Marva, Salma, Selina, Sofia M. und Sophie mit Kai






