Susanne Huber, pensionierte Sekretärin FCM, stellte sich am 14. Januar 2026 den Fragen von Pascal Hotz. Das ausführliche Interview in voller Länge kann hier/Audio abgehört werden.
Schönen guten Tag, Susanne, merci vielmals, dass Du Dir Zeit für das spontane Interview nimmst, hast jetzt ja aber auch sehr viel (Frei-)Zeit 😊. Guets Neus!
Dich muss man ja eigentlich (fast) gar nicht vorstellen, da Dich beim FC Männedorf jeder kennt oder schon mal mit Dir in Kontakt geraten ist… Ist das aber wirklich so? Jeder kennt Dich als langjährige, speditive, schnell denkende, kompetente und v.a. äusserst zuverlässige Person aus dem Sekretariat. Aber wer bist Du im Privaten? Deshalb meine erste Frage an Dich: Wer bist Du?
«Bin Susanne Huber, seit 20 Jahren beim FCM tätig. Begonnen hat alles mit Fronarbeit, aber es wurde immer mehr. Habe ursprünglich auf der Post die Lehre absolviert, nachher noch Kinder gehütet im Aktiv Fitness. Mir war aber wichtig, für meine beiden Jungs (Marco und Remo) zu sorgen, und habe deshalb nicht voll gearbeitet. Via die beiden bin ich zum FC gekommen. Habe als 14-Jährige mit Handball begonnen und war 32 Jahre lang dabei. Ebenfalls habe ich über 40 Jahre lang aktiv in der Fasnacht als Schnitzelbank-Sängerin gewirkt. Im Turnverein Uetikon kam ich schon als 22-Jährige in den Vorstand. Überall, wo ich angefangen habe, war ich über längere Zeit dabei, wie auch hier beim FCM.»
Du hast ja Ende November 2025 das Referenzalter (früher sagte man noch Pensionsalter) erreicht. Dank Deiner Söhne bist Du im Fussballverein. Das war für den FCM ein absoluter Glücksgriff, und wir, da spreche ich sicher im Namen der ganzen FC-Familie, waren sehr froh, dass Du Dich ums Administrative kümmerste. Was hat Dir bei Deiner Arbeit am besten gefallen und was weniger?
“Der Kundenkontakt gefällt mir sehr und macht mir Spass. Ein Highlight war der Aufstieg der A-Junioren (2009) mit Kurt Kobel als Trainer und der Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Liga (2015). Ich habe sehr viele Spiele besucht, Heim- und Auswärtsspiele, und war “Feuer und Flamme” für den FCM. Die Vielseitigkeit bei der Sekretariatsarbeit fand ich immer sehr spannend, wusste jeweils nie, was auf einen zukam. Hatte lange als “One-Woman-Show” von zu Hause gearbeitet, bevor wir 2019 ins Büro an der Seestrasse gekommen sind. Zum Glück war ich nie krank und ferienhalber habe ich sehr Rücksicht auf den Spielbetrieb genommen. Meistens ging ich im September in die Ferien und konnte für die allerwichtigsten Sachen (u.a. witterungsbedingte Spielverschiebungen) u.a. auf Barbara Weber zurückgreifen. Später waren wir zu zweit, zu Beginn mit Sabrina Ehrismann, dann mit Dir.”
Was waren die weniger guten Erlebnisse?
“Man nervt sich zwar über gewisse Trainer, aber grundsätzlich waren es wenige Dinge. Oft waren es immer wieder Themen wie Trainingsmöglichkeiten oder Platzverhältnisse, obwohl diese der Situation unserer beschränkten Infrastruktur geschuldet waren. Die Kollegialität unter den Trainern litt dabei.»
Wie schon erwähnt, bist Du nun seit rund 45 Tagen nicht mehr im FC-Sekretariat tätig. Ich weiss auch, dass Deine Gedanken zwischendurch immer noch im Sekretariat sind. Kannst Du überhaupt abschalten?
«War sehr überrascht, aber auch happy, dass ich so rasch abschalten konnte. Der Dezember hat geholfen, da sehr viel los war. Zudem habe ich im November begonnen, in Uetikon “Senioren-Fahrten für Senioren” zu tätigen. Zum letzten Mal bin ich noch im Januar bei den Hallenturnieren engagiert, auch im Foodtruck werde ich in diesem Jahr noch tätig bleiben.”
Du hast Dich ja auch noch nicht 100%ig vom FC abgenabelt. Ist es korrekt, dass Du nur noch diese Saison für den FCM tätig sein wirst?
«Bei den Hallenturnieren fehlt zwar noch Meine Nachfolge, Sabrina Blom (Admin HaTu) wird dies vorläufig interimistisch übernehmen. Der Foodtruck sollte eh per Herbst 2026 fertig sein, wenn das neue Bistro steht.”
So, jetzt schweifen wir ein bisschen ins Private ab. Jetzt, wo Du viel Zeit hast, was machst Du so und was für Träume/Ziele hast Du noch, welche Du erreichen möchtest? Hast Du in dem Zusammenhang eine «Bucket List?»
«Ich möchte vor allem spontan sein, da ich ja keine Verpflichtungen mehr habe, Ausnahme Foodtruck. Wir gehen Ende Januar, Ende März, Mitte Juni in die Ferien. Dinge, welche wir immer mal machen wollten, werden wir nun nachholen und so unsere Bucket-Liste abarbeiten.»
Zurück zum FC Männedorf. Die neue Freizeitanlage ist voll im Bau, Platz 3 wurde sogar, wenn auch nur für relativ kurze Zeit, in Betrieb genommen. 2027 sollte nach Plan alles stehen und wir können sicherlich eine wunderschöne und auch hoffentlich funktionelle Anlage geniessen. Wo siehst Du persönlich den Verein in 5 bis 10 Jahren und wie siehst Du künftig die «Freiwilligenarbeit»?
«Schwierige Frage. Ich hoffe, dass die neue Anlage auch viele gute und zuverlässige neue Trainer*innen anlockt und unsere ”A”- Mannschaften (gemeint sind z.B. die Juniorinnen Ca) aufsteigen können. Auch hoffe ich, dass unsere 1. Mannschaft den Aufstieg in die 2. Liga schafft, nur schon wegen des Aufstiegs-Fests 😊. Es braucht hierzu auch die guten Spieler*innen, da haben wir noch viel zu tun. Betreffend Freiwilligenarbeit ist vielen noch nicht bewusst, was es heisst, in einem Verein zu sein. Seit vielen Jahren konnten wir zum Beispiel nicht alle Schichten bei unserem Heim-Hallenturnier besetzen. Zum Glück finden wir immer noch sehr kfr. Leute, welche eigentlich mit dem Fussball nichts am Hut haben. Habe wenig Verständnis dafür, dass wir wenig Eltern finden, welche hier für drei Stunden helfen und diese Schichten besetzen. Aber es ist auch in anderen Vereinen feststellbar, dass relativ wenig Freiwilligenarbeit stattfindet.»
Anderes Thema: Vom 11. Juni bis 19. Juli findet die Fussball-WM in Kanada, Mexiko und den USA statt. Gehst Du evtl. live nach Nordamerika oder verfolgst Du eher gemütlich von zu Hause aus oder im Public Viewing die WM?
«Lacht – Gehe ganz bestimmt nicht nach Amerika, hierfür gibt es zwei Gründe. Zum einen war ich als Junge schon oft in den USA und möchte das damals Erlebte in Erinnerung behalten. Zum anderen kann ich mir die sehr teuren Tickets nicht leisten. Ich schaue’s mit am TV an, aber auch die Hockey-WM in der Schweiz interessiert mich, werde sie aber dieses Jahr am TV anschauen. Dies gilt auch für die Winter-Olympiade.»
Wer ist Dein Favorit für den Weltmeister-Titel und wie schneidet unsere Schweizer Nati ab?
«Hoffe immer auf unsere Nati und hoffe, sie kommen weit. Würde es den Engländern gönnen, sich den WM-Titel zu holen.”
Welcher ist Dein Lieblingsverein im In- und/oder Ausland und hast Du einen Lieblingsspieler oder eine Lieblingsspielerin?
“Mein Lieblingsverein ist seit der Kindheit GC (Grasshopper Club). Ein Schulkollege von mir hat bei GC gespielt und mir ein Leibchen geschenkt. International verfolge ich ein bisschen Liverpool, aber nicht so intensiv. Einen Lieblingsspieler*in habe ich nicht.»
Dies war meine letzte Frage. Möchtest Du uns noch was Wichtiges mitteilen, was ich evtl. gar nicht gefragt habe?
“Wünsche dem FCM viel Erfolg und viel Freude mit der neuen Sportanlage, und mögen sich die Wünsche in Zusammenhang mit der Anlage erfüllen!”
Vielen Dank, Susanne, für das spontane Interview und Deine Insights. Wünsche Dir und am Föns alles Gueti, viel Gfreuts, e glücklichi dritti Lebensphase und vor allem Gesundheit!
“Danke viel-x!”
Pascal Hotz (Sekretariat FCM)

Susanne vor über 60 Jahren






