ü40: FC Männedorf – Galatasaray 1:3 (0:2)
Nein, um diese Frage schon mal zu beantworten, obwohl er auch in diesem Alter die Gemüter beruhigen könnte.
Aber der Reihe nach. Männedorf/Oetwil begann stark, hielt den Ball in seinen Reihen und zeigte eine erstaunliche fussballerische Reife. Nur endete diese meistens noch vor dem Strafraum. Der Gegner versuchte zuerst verbal, später auch körperlich dagegen zu halten. Es entwickelte sich langsam ein, auch dem nicht einfach zu bespielendem Boden geschuldeter, Fight.
So kamen die Gäste mehr oder weniger zu einem Elfmeter-Geschenk. Der Stürmer umdribbelte von der Seitenlinie her 2 Männedörfler und sank beim Dritten Verteidiger theatralisch zu Boden, dies ohne Kontakt, aber so überzeugend, dass nebst dem Penaltypfiff auch noch die gelbe Karte gezückt wurde. Auch die heftige Proteste und die vorzügliche Parade von Sascha konnte die Führung der Gäste nicht verhindern. Nun kam es noch heftiger für die gelbschwarzen, eine misslungene Flanke wurde vom selben Verteidiger mit dem Kopf Richtung Tor abgelenkt, welches leider verlassen war, da sich Sascha schon in Richtung der vermeintlichen Flugbahn des Balles befand. Welche Ironie , Galatasaray kam ohne Torchance zu zwei Toren. Nach der Pause reagierten die Einheimischen vehement, agierten offensiver uns setzten die Gäste unter Druck. So kamen sie auch bald zum Anschlusstor, welches Fabio für Mäse auflegte und dessen abgeblockter Schuss Floh verwerten konnte. Nun wurde es hektischer, die Gäste erkannten die Unsicherheit des Unparteiischen und begannen beinahe jede Aktion der Müller Elf mit, zum Teil überharten Fouls zu unterbinden. So kam es immer häufiger zu Rudelbildungen, die natürlich der führenden Mannschaft zu gute kam. Nach einem weiteren Fehler, diesmal bereits im Mittelfeld, kamen die Gäste mit ihrem ersten Schuss aus dem Spiel aufs Tor zum 1:3. Trotz diesem erneuten Rückschlag, versuchten die Seebuben alles und kamen tatsächlich ihrerseits zu einem Elfmeter. Aber passend zu diesem nassen, kalten Freitag, konnte der Gästetorhüter diesen mit einem starken Reflex abwehren. Weiter ging der Kampf, die rüde Gangart, die Tumulte. Bis zum Schlusspfiff. Natürlich müsste der Schiedsrichter konsequenter durchgreifen, eine klare Linie haben, aber die Niederlage lag eher an der Ungenauigkeit der Pässe der Männedörfler/Öetwiler und der nicht ihr gewohntes Niveau spielenden Routiniers.
Männedorf mit Heer, Inverso (Reichmuth), C. Müller (Piccirillo), Trachsler, Schuler, Autino, Prieto (M. Müller), Nungess, Schwarz, Wessendorf, Pasquarella
Bericht: Renzo Trachsler





