Bc: Oberglatt und doch kein Ausrutscher
Samstag, 11.04.2026 – FC Oberglatt b – FC Männedorf c 5:7 (4:3)
Nach zwei Partien zu zwölft bot sich diesen Samstag beim Auswärtsspiel in Oberglatt ein ungewohntes, fast schon exotisches Bild auf der Bank der Männedörfler: Sage und schreibe drei Feldspieler sorgten für einen Hauch von Dichtestress. Obendrauf gab’s den Luxus eines zweiten Torhüters – gleich eingesetzt als Freiwilliger auf dem begehrten Posten des Linienrichters. Ermöglicht haben dieses kleine Personalwunder zum einen Flavio, der sich bereit erklärte, seinen ehemaligen Kollegen unter die Arme zu greifen, und zum anderen Max, der die Gelegenheit beim Schopf packte, um endlich mal gemeinsam mit Bruder Jaro aufzulaufen. Ein grosses Dankeschön an die beiden!
Nicht unbedingt schlechter Start unserer Mannschaft in die Partie. Trotzdem lagen wir nach 21 Minuten bereits mit 3:0 zurück. Die Fischotter zeigten zwar immer wieder starke Aktionen und imposante Präsenz rund um den gegnerischen Strafraum, doch zählbare Abschlüsse trotzdem Mangelware. Der FC Oberglatt machte es besser: Ballgewinn, schnell nach vorne – und schon zappelte der Ball im Netz. Effizient nennt man das wohl. Zum Glück liessen sich die Jungs davon nicht gross beeindrucken. Auch nicht, als Nicos 3:1 (23.) noch umgehend mit dem 4:1 (28.) beantwortet wurde. So konnte Dara freigespielt im 16er den Ball aus 5-6 Meter zum 4:2 unter die Latte hämmern (30.) und in der 40. Minute sorgte ein strammer Max zum Pausenstand von 4:3 für einen versöhnlichen Abschluss des ersten Umgangs.
«Hier ist noch nichts verloren» – so der Tenor der Pausenansprache. Spiel sauber durchziehen, Fehler im Aufbau abstellen, besser auf die schnellen Bälle in die Spitze aufpassen – dann ist da noch was drin. Dass die zweite Halbzeit dann aber so einseitig zu unseren Gunsten ausfallen würde, damit hatte wohl der grösste Optimist nicht gerechnet. Bereits nach rund 30 Sekunden hätte der Ausgleich fallen müssen, als Nico allein auf das Tor zulief – den Ball aber nur an die Lattenunterkante knallte. Wir hätten es deutlich lieber gesehen, wenn das Netz statt der Torumrandung diesem Materialtest unterzogen worden wäre. Flavio holte das Versäumte dann in der 53. Minute nach, ehe Daniel mittels sicher verwandelten Penalty für die erstmalige Führung sorgte. Kurz darauf rutschte dem ansonsten fehlerfreien gegnerischen Torwart ein harmloser Schuss durch die Hände – der Pfosten bügelte den Fehler aus. In der Folge verpassten wir es trotz bester Chancen, den knappen Vorsprung auszubauen. Schlussendlich mussten wir uns bis zur 77. und 78. Minute gedulden, ehe die Anzeigetafel einigermassen dem Spielgeschehen angepasst wurde. Erst legte Flavio Wirtz ein Remake seines Traumtors gegen die Schweiz hin – diesmal als Freistoss und von der rechten Seite – und kurz darauf vollendete Nico aus dem Slot zur Siegsicherung.
Gratulation zu dieser Mannschaftsleistung. Nicht aufgegeben nach 4:1 Rückstand und was ihr in der zweiten Hälfte abgeliefert habt, war absolut erstklassig.
[fbl]
Soundtrack zum Spiel – «I’m still standing», Elton John







